4. Die Natur bringt mich zurück zu mir
Ich kenne das.
Vielleicht kennst du das auch.
Du sitzt da und weißt eigentlich ganz genau, was dir guttun würde:
Rausgehen.
Und trotzdem bleibst du sitzen und denkst:
Das könntest du noch machen.
Da noch antworten.
Das noch schnell erledigen.
Und dann kommt dieser Moment, an dem ich ganz klar zu mir sage:
Jetzt gehst du.
Ohne weiter zu überlegen.
Ohne noch etwas dazwischenzuschieben.
Und dann gehe ich.
Nicht kurz.
Nicht einmal schnell.
Ich gehe weit.
Ich gehe lange.
Weil ich genau weiß, dass ich das brauche.
Am Anfang ist der Kopf noch voll. Die Gedanken laufen mit.
Doch Schritt für Schritt wird es ruhiger.
Ich komme zurück.
Ich nehme wieder wahr, was um mich ist.
Den Weg.
Die Luft.
Den Moment.
Manchmal mache ich ein Foto.
Und gleichzeitig weiß ich, dass es diesen Moment gar nicht wirklich einfangen kann.
Aber ich habe ihn gespürt. Und er bleibt.
In mir.
Und genau darauf kann ich zurückgreifen.
Gerade an Tagen, an denen es nicht so leicht ist.
Ich kann nicht erklären, warum es so ist.
Ich weiß nur: Dieses Gehen bringt mich in meine Ruhe. In meine Kraft.
Und zurück zu mir.

