14. Gedanken aus den Bergen

Warum mir Regeneration manchmal schwerfällt

Ich dachte lange, dass Regeneration etwas ist, das ich gut kann.

Bis ich gemerkt habe, dass mir etwas anderes viel leichter fällt:

Weiterzumachen.

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Die letzten Wochen waren intensiv.

Der Megamarsch.

Der Viertagemarsch in Holland.

Viele Kilometer.

Lange Autofahrten.

Mein Familien-Bergretreat.

Ich hatte keine Schmerzen.

Aber ich habe gespürt, dass mein Körper mir etwas sagen wollte.

Mein ganzes System fühlte sich irgendwie durcheinander an.

Also habe ich meinen Myoreflextherapeuten gebeten, einmal genau hinzuschauen.

Nach der Behandlung sagte er zu mir:

„Deine Hausaufgabe ist jetzt Regeneration.“

Ausruhen.

Urlaub.

Pause.

Dem Körper Zeit geben, alles zu verarbeiten, was er in den vergangenen Wochen geleistet hat.

In diesem Moment wusste ich:

Genau das hatte ich gebraucht.

Nicht noch eine Herausforderung.

Sondern die Erlaubnis, zur Ruhe zu kommen.

Kurz darauf stand ich schon vor der nächsten Entscheidung.

Ich wurde gefragt, ob ich bei einem Fest mithelfen kann.

Mein erster Impuls war:

„Natürlich helfe ich.“

Doch tief in mir wusste ich:

Ich brauche jetzt Ruhe.

Also habe ich für mich entschieden:

Ich backe einen Kuchen.

Aber ich helfe dieses Mal nicht mit.

Nicht, weil mir die Gemeinschaft nicht wichtig ist.

Sondern weil ich gelernt habe, auf meinen Körper zu hören.

Eine Pause ist keine Schwäche.

Sie gibt mir die Kraft, meinen Weg weiterzugehen.

Ich muss nicht überall dabei sein.

Ich darf auch gut für mich sorgen.

Denn ich bin der wichtigste Mensch in meinem Leben.

Nicht aus Egoismus.

Sondern weil ich weiß:

Wenn es mir gut geht, kann ich auch für die Menschen da sein, die ich liebe.

Die Berge erinnern mich immer wieder daran.

Manchmal braucht es die Entscheidung, nicht weiterzugehen, sondern dem Körper die Zeit zu geben, die er gerade braucht.

Ich habe gelernt, dass Regeneration keine Schwäche ist.

Sie ist die Voraussetzung dafür, wieder mit Freude und Kraft loszugehen.

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