Was auf dem Weg entstehen darf

Wenn Menschen zu einem Bergretreat kommen, bringen sie ihren Rucksack mit.

Nicht nur den auf dem Rücken.

Sondern auch den, den jeder Mensch in sich trägt.

Gedanken.

Verantwortung.

Zweifel.

Vielleicht auch die Frage, ob diese Tage wirklich etwas verändern können.

Und genau deshalb beginnt für mich ein Bergretreat nicht erst mit dem ersten Schritt auf einem Wanderweg.

Es beginnt mit einer Entscheidung.

Ich nehme mir Zeit für mich.

Zeit, die im Alltag oft zu kurz kommt.

Zeit, in der es einmal nicht um die Familie, den Beruf oder die vielen Verpflichtungen geht.

Sondern um mich.

Ich sage den Frauen immer wieder:

Du bist der wichtigste Mensch in deinem Leben.

Nicht aus Egoismus.

Sondern weil ich aus eigener Erfahrung weiß:

Wenn es mir gut geht, geht es auch den Menschen gut, die ich liebe.

Meinem Mann.

Meiner Familie.

Meinem Umfeld.

Unterwegs geschieht dann etwas, das man nicht planen kann.

Aus Unsicherheit wächst Vertrauen.

Aus fremden Frauen entsteht Gemeinschaft.

Aus Anspannung wird Leichtigkeit.

Und aus einem vorsichtigen:

„Ich weiß nicht, ob ich das schaffe.“

wird ein gemeinsames:

„Wir haben es geschafft.“

Es wird gelacht.

Es entstehen Gespräche.

Manchmal fließen Tränen.

Manchmal wird aus dem Nichts gesungen oder getanzt.

Nicht, weil jemand dazu auffordert.

Sondern weil Freude plötzlich wieder ihren Platz findet.

Und manchmal entdeckt ein Mensch etwas wieder, das im Alltag leise geworden ist.

Den Mut.

Die eigene Stärke.

Das Vertrauen in sich selbst.

Oder einfach die Freude am Leben.

Genau das liebe ich an meinen Bergretreats.

Nicht, weil jeder Gipfel erreicht wird.

Sondern weil Menschen unterwegs oft wieder bei sich selbst ankommen.

Und vielleicht erkennen:

Es ist gut, sich selbst wichtig zu nehmen.

Denn wer gut für sich sorgt,

hat auch Kraft für die Menschen,

die ihm am Herzen liegen.

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